polen reise


Berichte von Reisen, Klassenfahrten, Gruppenreisen nach Polen


Reise nach Krakau des Marie-Curie-Gymnasiums Ludwigsfelde

Reise nach Polen der Verwaltungsakademie Berlin

Reise nach Krakau des Paderborner Schützenvereines

Krakau…eine Entdeckungsreise 2007

Polenreise der 10FL der Herschelschule Hannover 2006

Klassenfahrt nach Danzig 2006

Klassenfart nach Danzig 2005

Abschlussfahrt nach Polen, Swinoujscie 2005

Abschlußfahrt Krakau 2008

Denkwürdige und außergewöhnliche Reise nach Krakau

132 Stunden hintereinander gemeinsam im Kursverband zu verbringen, ist für Lehrer und Schüler etwas ganz Besonderes. Zumal es für den Leistungskurs Geschichte des Marie-Curie-Gymnasiums Ludwigsfelde pro Woche höchstens 5 Stunden Unterricht pro Woche sind.
Nichtsdestotrotz machten sich 20 Schüler und drei Betreuer kurz vor den Ferien auf, die Universitätsstadt Krakau zu erkunden und, als geschichtlicher Aspekt, auch die Gedenkstätte Auschwitz zu besuchen. Für eine Woche residierten der Kursverband 13/5 und die Betreuer in der Pension „Patria“ in der Nähe der Krakauer Altstadt.
Überrascht waren wir vom wahnsinnig guten Deutsch unserer Stadtführerin, die damit viele hintergründige Geschichten zu den Gebäuden und Kirchen in Krakau zu erzählen wusste. Wer hätte gedacht, dass es in Krakau 7 erhaltene Synagogen gibt? Wer, dass in der Universität zu Krakau viel goldener Schmuck und sogar ein Oscar ausgestellt ist? Oder gar, dass die Tauben auf dem Marktplatz der Altstadt einer Sage zufolge ehedem Ritter waren?!
Wir erfuhren in jedem Falle Wichtiges und Interessantes am Rande über die Burg Wawel, das Jüdische Viertel und Nowa Huta, die neuen industriell markanten Gebiete Krakaus.
Am Mittwoch verließen wir das Terrain der drittgrößten Stadt Polens und begaben uns auf sehr sensibles Gebiet. Es galt, sich mit der Vergangenheit deutsch-polnischer Beziehungen auseinanderzusetzen durch eine Begegnung mit der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz sowie des Außenlagers Birkenau. Es war etwas anderes, die erschütternden Bilder von Häftlingen und ihren deutschen Wärtern in den Ausstellungen selbst zu betrachten, als wenn man es durch Berichte oder Fernsehsendungen erfahren hätte und hat. „Viel zu spät und viel zu früh zum Weinen“; an dieses Zitat mochte sich mancher erinnern beim Anblick verbliebener Gebetsteppiche, Brillen, Koffer und Haare jüdischer Insassen. Die Zahl von einer Million gelassener Menschenleben verbat es, letzte Zweifel am historischen Tatbestand zu hegen. Auschwitz und Birkenau werden der ernste, gedenkende Teil unserer Reise bleiben.
Nicht jeder Teilnehmer einer Kurs- oder Klassenfahrt kann hinterher behaupten, auf seiner Reise viel Spaß, sehr viel nachgedacht und noch mehr erlebt zu haben. Krakau jedoch war die beste Reise, die wir jemals hatten und um die uns mancher Jahrgangsgenosse beneidet haben dürfte. Wir hatten eine wundervolle Abschlussfahrt dafür. Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Reiseleiterin Beata bedanken, die sich aufopferungsvoll um uns gekümmert hat. Sie wohnte jedem unserer Ausflüge bei, organisierte mit Geschick und Umsicht unsere Fahrt und dolmetschte da, wo es oft für unsere Sprachkenntnisse nicht mehr möglich war. Da sie auch einen von uns zum Zahnarzt begleitete, empfiehlt sich Beata Kiernazyckas Reiseveranstaltungsbüro als gut durchstrukturiertes und liebevolles Management für Reisen ins Nachbarland!!

Thilo Götze, i.A. des LK Geschichte des Gymnasiums

Gedenkstättenfahrt 2008

Krakau – Oppeln – Breslau 23.06 – 27.06.2008

Die Verwaltungsakademie Berlin veranstaltet jedes Jahr eine Bildungs- und Gedenkstättenfahrt für junge Auszubildende des Landes Berlin. Dieses Jahr sollte es nach Krakau, Oppeln und Breslau gehen.Breslau Nach einer achtstündigen Busfahrt ist unsere Auszubildendengruppe mit ihren Betreuern endlich am ersten Reiseziel Krakau angekommen.
Wir bezogen unsere Hotelzimmer und begannen mit einem kleinen Stadtrundgang, um die Stadt Krakau kennen zu lernen.
Wir haben viel Wissenswertes über die Geschichte und die Bauten von Krakau erfahren.
Die Führung begann mit einer Besichtigung des Wawelhügels, wo wir einen schönen Ausblick auf die Straßen von Krakau hatten. Nach einem Rundgang ging es weiter zum Marktplatz. Der wunderschön umgeben von alten Häusern mit bemerkenswerten Fassaden ist. Einen besonderen Reiz des Platzes haben die Tuchhallen mit ihren Geschäften unter den Arkaden. Gegenüber dieser erblickt man die Marienkirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen. Um die Entstehung dieser unterschiedlich hohen Türme rankt sich eine Legende. Die besagt, dass die Türme von zwei Brüdern gebaut worden sein sollen, unter denen es eine Blutsfehde gab. Am darauffolgenden Tag machten wir uns auf in das jüdische Viertel Kazimierz. Dort besichtigten wir die älteste Synagoge sowie eine Synagoge mit Friedhof und erfuhren vieles über das jüdische Leben in Krakau, vor allem zur Geschichte. Am Mittwoch begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit des Völkermordes und besuchten die Gedenkstätte Auschwitz. Dem Ort des größten Menschenvernichtungslagers in der Zeit des Nationalsozialismus.
Man wurde brutal mit dem damaligen Geschehen konfrontiert, verstand was die Menschen aus den Lagern für schreckliche Situationen ertragen mußten, wie ihnen zumute war. Eine bedrückende Stimmung, das begangene Grauen nahm Gestalt an und wurde greifbar. Einige Kilometer von Auschwitz entfernt, befindet sich Birkenau. Hier wurde es besonders deutlich, welche Höllenqualen die Menschen durchlebten. Der große Einfahrtsbogen bot den Zügen die Gelegenheit bis ins Lager zu fahren für die Selektion, überall Stacheldrahtzäune, Baracken, einzeln stehende Schornsteine und weit hinten auf dem Gelände die Ruinen der Krematorien. Kaum vorstellbar, daß Tausende hier ihr Leben ließen.
Beide Lager gewährten Zeit zum Nachdenken, zur Trauer und Fassungslosigkeit über die grausamen Taten, die dort stattfanden.
Den prägenden Tag ließen wir mit einem jüdischen Abendessen und einem Klezmer Konzert ausklingen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Oppeln. Diese Stadt ist Zentrum eines Gebiets der Deutschen Minderheit. In einem Gespräch erfuhren wir von Mitgliedern, dass diese heute die größte Minderheit in Polen sind.
Nach einer kleinen Stadtbesichtigung ging es weiter nach Breslau. Breslau liegt südlich an der Einmündung der Oder. Geprägt von einer wechselvollen Geschichte, war es Schauplatz vieler kriegerischer Auseinandersetzungen und Machtkämpfe.
Eine Führung durch die Stadt zeigte uns, dass die Stadt zwischen vielen Nebenflüssen und Kanälen liegt. Sie ist einzigartig durch ihre 112 Brücken auf 12 Inseln verbunden. Aufgrund dieser sie auch als klein Venedig Polens bezeichnet wird.
Am Abend konnten wir das kulturelle Angebot von unterschiedlichsten Unterhaltungsmöglichkeiten in Breslau wahrnehmen.
An unserem letzten Reisetag nutzen wir noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt, verschossen die letzten Fotos und machten uns dann auf den Heimweg.
Wir nahmen viel Wissenswertes von dieser Reise mit und bedanken uns in diesem Sinne bei unserer Reisebegleiterin, die uns zudem viele spontane Dinge auf dieser Reise ermöglichte.

Paderborner Schützenverein zu Besuch bei den Krakauer Schützenbrüder

Abschrift aus der "Kämper Depeche" Nr.32 vom Dezember 2007

I m letzten Jahr war auf Grund der besonderen Bedeutung des 175iährigen Jubiläumsfestes des PBSV auf eine solche Fahrt verzichtet worden. Inspiriert durch die tollen Erfahrungen in Prag gab es im Laufe der zwei Jahren oft und häufig Diskussionen über ein weiteres attraktives Ziel. Nach solchen geselligen Diskussionen auch über den Mythos der Krakauer Wurst, entschied man sich für eine Fahrt nach Krakau, ein Vorschlag, der schon damals in Prag die Runde machte.

Federführender Organisator war, wie schon früher, Sergeant Andreas Lukei, der sich durch besondere organisatorische Talente und als Quelle immerwährender Highlights ausgezeichnet hatte. Ganz alleine war er nicht, denn nach den ersten Recherchen hatte er eine talentierte Verbindungsfrau an seiner Seite: Frau Beata Kiernazycka vom Internetreisebüro in Berlin, ihr gilt an dieser Stelle ebenfalls besonderer Dank.
Die Schützenbrüder trafen sich am Nachmittag des 30.8.2007 am Paderborner Hauptbahnhof (bei einigen schon nach getaner Arbeit) um 14:OO Uhr. Von hieraus ging es zum Dortmunder Flughafen um mit einer günstigen Fluglinie, die wir hier aus Anonymisierungsgründen „E.-Jet" nennen wollen Richtung Krakau.

Nach erfolgreicher Landung war die erste grobe Hürde zu nehmen, nämlich die Sprachbarriere. Da die Reisebegleitung an einem anderen entfernteren zentralen Standort des Flughafens auf die Schützenbrüder wartete, mussten wir uns mit Händen und Füßen und einigen Brocken Englisch helfen, um Kontakt herzustellen. Die polnischen Worte Pivo und Kruppnic stellvertretend für „Bier" und "Honig-Vodka" halfen an dieser Stelle deutlich nicht weiter. Nach diesen, anfänglichen Koordinationsproblemen, die schnell beseitigt waren, vereinigte sich die Gruppe und man bezog die Pension "Bumrufchek" in der Poselska-Gasse unmittelbar in der Innenstadt von Krakau. Die Pension zeichnete sich durch ein schlichtes lnterior und eine saubere Atmosphäre aus, auch das Frühstück war von einer unbestechlichen Qualität.
Schon im frühen Vorfeld der Fahrt wurde mit dem Krakauer Schützenverein durch den federführenden Organisator Kontakt aufgenommen, die Sprachbarriere durchbrach er mit Hilfe des Berliner Reisebüros. Man organisierte ein Treffen, das sich im schützenbrüderlichen Zusammenhalt auf zwei Tage ausdehnte. Parallel zur Organisation des Treffens mussten Fotos der Uniformen und Orden und Ehrenabzeichen dem Zoll zugesandt werden, damit es hier zu keinerlei Schwierigkeiten kommen konnte. Wir wurden vom Krakauer Schützenverein mit offenen Armen und der Krakauerpresse am Freitagmittag um Punkt 12 Uhr empfangen. Es empfing uns die Spitze des Krakauer Schützenvereins Bractwo Kurkowe in Form der zwei Marschalls und ihres Präsidenten Zdzistaw Grzelka.
Der Krakauer Schützenverein ist vor 750 Jahren gegründet worden, seine Anfänge sind mit der Stadtlokalisierung nach dem Magdeburger Recht verbunden die Stadt vor Angreifern zu schützen. Der Krakauer Schützenbruderschaft gehören heute 178 Personen an, in Ergänzung 20 Ehrenbrüder, hier zu nennen sind der verstorbene Papst, Seine Heiligkeit Johannes Paul II, ebenso wie US-Präsident Georg W. Bush, um nur einige -freilich unterschiedlicher Qualität- zu erwähnen.

W i r besuchten das schützeneigene Museum und anschließend hörten wir einen Vortrag im historischen Vereinsheim, dort überreichten wir das Bild des Paderborner Kupferstichs und das Buch über die Paderborner Schützengeschichte. Im Gegenzug erhielten wir ein Buch über die Krakauer Schützengeschichte und einen besonderen Freundschaftsorden aus dem Jubiläumsjahr des Krakauer Schützenvereins.
PBSV beim Besuch des Krakauer SchützenvereinesW i r verabredeten uns mit den Schützenbrüdern für den darauf folgenden Tag um 8:30 Uhr, um die Stadt nochmal mit deren Augen betrachten zu können. Auf dem Rückweg zum Hotel trafen wir rein
zu f ä l l i g das Spielmannschor der Salzbergwerks Wielicka, das wir planmäßig am übernächsten Tag besuchen wollten, hier wurden schon die ersten Bande geknüpft, doch hierzu später mehr. Den Abend ließen wir in unserer üblichen urtümlichen Geselligkeit ausklingen.
W i e schon erwähnt, wurden wir durch den Präsidenten Zdzistaw Grzelka vom Hotel abgeholt. Wir besuchten einen landestypischen Open-air-Antiquitäten Markt, im Europa Hotel nahmen wir Kaffee und „Krupnic"zu uns, wir wurden eingeladen durch den Hoteleigentümer, der auch Mitglied des Krakauer Schützenvereins ist. Wir verließen das Hotel und schlenderten noch durch die Krakauer Altstadt, wo wir die verschiedensten Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Marienkirche oder den altehrwürdigen Rynek-Marktplatz besichtigten. Nach einem erfolgreichen und erfüllenden Tag gingen wir zurück in unser Hotel, um Kräfte zu sammeln für den Besuch des Salzbergwerks bei Wielicka, das 10km südöstlich von Krakau ist.
D i e s e s Salzbergwerk ist durch die Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden. Heute wird das Salzbergwerk, das von einem Schützenbruder des Krakauer Schützenvereins geführt wird von ca. 1 Millionen Besucher jährlich besichtigt. Eine der Besonderheiten ist die Kapelle unter Tage und ein dran angrenzendes Museum, das zeigt, wie die Abläufe unter Tage von statten gingen und wie die Tiere dort unten gehalten worden sind. Am späten Sonntagnachmittag sammelten wir uns wieder im Hotel, packten unsere Sachen und bewegten uns in den Abendstunden noch einmal in die Altstadt, wo wir ein Abschluss-Abendessen zu uns nahmen und die bis dahin gelebten Eindrücke Revue passieren ließen.

Krakau…eine Entdeckungsreise

Nach langer Busfahrt war unser Kurs endlich am Ziel. Krakau.
Wir begannen mit einer Stadtführung, die uns Krakau näher brachte.Der erste Teil der Führung führte uns in das jüdische Viertel Kazimierz. Dort besichtigten wir eine Synagoge mit Friedhof und erfuhren vieles über das jüdische Leben in Krakau, vor allem zur Geschichte. Weiter ging es dann zum Marktplatz. Der Marktplatz ist wunderschön. Alte Häuser mit bemerkenswerten Fassaden geben diesem Platz seinen besonderen Reiz. In der Mitte befinden sich die Tuchhallen mit den Geschäften unter den Arkaden. In der Nähe erblickt man die Marienkirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen. An der St.-Anna-Kirche vorbei schlendert man zur Wawel- Anhöhe, die wir am Dienstag, nach einem Besuch in der Universität auch besichtigten. Der Wawel, ein Schlossberg mit den interessantesten Bauten der Stadt, ist ein Highlight Krakaus. So findet man hier die dreischiffige Kathedrale, in der viele Monarchen gekrönt und viele bekannte Persönlichkeiten beigesetzt wurden. Auch Krakau bei Nacht ist sehenswert, da dann die schönsten Gebäude angestrahlt werden.

Tags darauf begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit und fuhren nach Auschwitz- Ort des größten Menschenvernichtungslagers während des deutschen Nationalsozialismus. Selten zuvor war ich emotional so betroffen, unfähig, das Gezeigte zu verstehen. Viele Kommentare hatte ich über dieses KZ gelesen, aber kein Artikel, keine Fernsehsendung hat mich derart brutal mit dem Geschehen konfrontiert. Es war nicht das erste Konzentrationslager, das ich betrat - doch trotzdem leiß mich der Gang durch das Tor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei" nicht kalt. Viele zuvor gesehene Berichte und Bilder blitzten mir durch den Kopf. Vieles hatte man schon gesehen - auf Bildern. Hier stand man jedoch davor, mittendrin und sieht in einem verglasten Raum... ausschließlich eine nicht abschätzbare Anzahl an Brillen. Oder einen Raum voller Schuhe. Oder die Halle mit menschlichen Haaren. Man kam eigentlich nicht umhin, sich voArzustellen, von was für Menschen diese Haare stammen, was für Situationen sie durchmachten, wie ihnen zumute war, als ihnen die Haare geschoren wurden. Es schnürte einem die Kehle zu. Block 11 - der Todesblock. Äußerlich unterschied er sich in keiner Weise von den anderen. Und doch war er gefürchtet– Tausende Leben wurden dort an der "Todeswand" beendet. Das Grauen wurde greifbar… Drei Kilometer vor den Toren von Auschwitz entfernt, befindet sich Birkenau. Wie ein Schock wirkte dieser Anblick auf mich. Der große Einfahrtsbogen bot den ankommenden Zügen genug Platz, mitten in das Lager hinein zu fahren. Nun stand ich davor. Und doch: mit dem Wissen des hier Vorgefallenen konnte ich Beklemmungen nicht ignorieren. All das, was ich aus Schulzeiten, aus Filmen, Dokumentationen, aus Büchern und Zeitschriften über Konzentrationslager so im Sinn hatte - hier lag es plötzlich vor mir: die Baracken, die Stacheldrahtzäune, die Zuggleise an denen gleich die erste "Selektion" stattfand und weit hinten die Ruinen der Krematorien. Plötzlich waren diese Bilder greifbare Realität. Die Bilder vor meinen Augen vermischten sich mit denen in meinem Kopf, alles scheint plötzlich voller Baracken und geschundenen Menschen. Millionenfache Höllenqualen, millionenfache Todesangst - hier ist dies zu Hause. Dennoch gewährte Auschwitz/Birkenau auch Zeit zum Nachdenken, Zeit für Gefühle. Denn es rührt mich zu Tränen. Trauer und Fassungslosigkeit über die Grausamkeiten bedrückten mich - ich konnte sie fast mit Händen greifen, die Last der Verantwortung, die wir tragen. Verantwortung dafür, ähnliches nie wieder passieren zu lassen. Verantwortung dafür, dieses Geschehene nicht zu vergessen.

Am nächsten Tag besichtigten wir eine kleine Ausstellung in Krakau, die uns noch einmal in Bildern die Geschichte Krakaus näher brachte.

Am letzten Tag fuhren wir wieder heim, allerdings besuchten wir noch Kreisau. Wir absolvierten die Führung über das Gutsgelände mit Ausstellung und lernten die Geschichte der Begegnungsstätte kennen, sowie die AGeschichte des Kreisauer Kreises. In diesem Sinne vielen Dank an unseren Reisebegleiter, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand, den Menschen, die uns in Krakau und Kreisau führten und auch all denen, die uns diese schöne, aber auch prägende Kursfahrt ermöglichten.

Silke Krause

Polenreise der Herschelschule Hannover

Wieliczka-Eingang Wieliczka-Kapelle Auschwitz Hauptlager, Eingang

Endlich, es war soweit:
Es war der 24.09.2006 und wir, die Klasse 10FL der Herschelschule Hannover, waren am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr auf dem Weg nach Polen.

Nach einer ca. 12 Stunden langen Busfahrt kamen wir am "Hotel Ferie" an. Uns wurden die Zimmer zugewiesen, wir stellten unsere Sachen ab und stärkten uns für den nächsten Tag.

Montag: Die Führung durch die Altstadt stand auf dem Plan. Wir besichtigten unter anderem das jüdische Krakauer TuchhallenSchindlers FabrikViertel "Kazimierz" (u. a. die Synagoge und den jüdische Friedhof Remuh), die Tuchhallen und die Marienkirche mit dem größten Krakauer Schatz, dem Veit-Stoß-Altar. Nach der Führung konnten wir uns noch bis ca. 16:00 Uhr in der Altstadt aufhalten, dann ging es wieder zurück ins Hotel. Der Tag ging schnell vorbei und der nächste stand schon wieder vor der Tür.

Dienstag: Ein ungewöhnlicher Tag für uns, denn wir besichtigten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, welches das größte deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus war. Wir haben dort viele erschreckende Dinge gesehen, die uns aus vorher angesehenen Filmen schon bekannt waren, doch vor Ort waren all diese Dinge noch bewegender und man konnte sich das Schicksal dieser Menschen nur zu gut vorstellen, was uns alle zum Nachdenken anregte ...

Mittwoch: Nachdem wir unsere bisherigen Erlebnisse verarbeitet hatten, nahmen wir an einer Führung durch das Wawelschloss, der ehemaligen Residenz der polnischen Könige in Krakau, und der Kathedrale teil. Die Führung war sehr lang, dennoch interessant. Abends, wieder im Hotel, waren wir alle ziemlich kaputt. Wir haben noch auf unser Essen gewartet und dann sind auch so ziemlich alle in ihren Zimmern verschwunden, nur ein paar nachtaktive Mitschüler aus unserer Klasse waren nicht in ihren Zimmern zu halten und haben Frau Rathe, unsere Klassenlehrerin, und Herrn Todzy, unsere Begleitperson, auf Trapp gehalten ... ;-)

Donnerstag: Morgens, wieder um halb acht aufgestanden, machten wir uns fertig für den Ausflug in das Salzbergwerk "Wieliczka". Dort angekommen mussten wir noch kurz auf die Führung warten und diese Zeit vertrieben wir uns, indem wir ein paar Souvenirs kaufen gingen. Als wir dann alle mit ein paar Mitbringseln eingedeckt waren, ging die Führung auch schon los ... zuerst mussten wir mehrere 100 Stufen hinunterlaufen, um einige der insgesamt 2.000 Kammern besichtigen zu können. Die Tour führte durch Kapellen und Ballsäle, vorbei an Skulpturen, Kronleuchtern und Altaren, alles mit großem handwerklichen Geschick aus Salz geformt. Im Hotel angekommen, ging es zu M1, einem riesigen Einkaufszentrum in Krakau. Dort ist alles zu finden: von Essen und Trinken über Elektrogeräte bis hin zu Kleidungsstücken und noch viel mehr.

Freitag, der letzte Tag vor unsrer Abreise, fand (noch kurzfristig eingeschoben) eine Tour durch den Arbeiterstadtteil Nowa Huta statt. Dort sahen wir z. B. die neumoderne Nowa Huta Kirche, welche 1977 erbaut wurde. Am Nachmittag wieder im Hotel angekommen, konnten wir unsere verbliebene Zeit gestalten, wie wir wollten. Da wir am nächsten Tag wieder Abreisen mussten, haben einige Schüler schon angefangen, ihre Koffer zu packen, und sahen zu, dass sie die Zimmer so verließen, wie sie sie vorgefunden hatten.


Letztendlich können wir sicher im Namen der ganzen Klasse sagen, dass wir diese Klassenfahrt nach Polen alle sehr lustig fanden, aber an manchen Punkten auch durchaus zum Nachdenken angeregt wurden! Auf der Rückfahrt war es dann verdächtig ruhig, was auch dafür spricht, dass es eine gelungene Fahrt war! Wir mussten alle viel Schlaf nachholen ...

Zum Schluss noch einmal einen ganz besonderen Dank an Frau Rathe und Herrn Todzy! Wir danken Ihnen, dass sie es mit uns ausgehalten haben und wir hoffen, auch Ihnen bleibt diese Fahrt in guter Erinnerung! Die Klasse 10FL sagt Danke!


Sandra und Simone


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Klassenfahrt nach Danzig, Marienburg, Zopott

17.06.bis 22.06.2006
Luise-Henriette-Oberschule(Gymnasium)
Germaniastr. 4-6
12099 Berlin
Klasse 11d

Klasse 11d in Marienburg Neptunbrunnen Lange Brücke

Czesc! Das ist einer der ersten Worte, die man als Polenbesucher kennen lernt. Wir, eine elfte Klasse von einem Berliner Gymnasium, besuchten Danzig, polnisch Gdansk.
Romane hätte man füllen können mit den Schwärmereien über Gdansker Altstadt. Nun wissen wir auch warum: die Altstadt ist wirklich eindrucksvoll und schön, zudem ist sie eine Fußgängerzone wie wir sie in Berlin nicht kennen. Bei uns zählt der Platz für die Autos, in Gdansk zählt noch Historie, die man hier gut verfolgen und erleben kann. Dank einer wunderbaren Führung durch die Gdansker Innenstadt konnten wir auch einige amüsante Anekdoten hören, beispielsweise eine Erklärung, warum um den Neptunbrunnen ein Zaun steht: eines Tages soll hier Danziger Goldwasser statt Wasser geflossen sein...
Doch nicht nur in Gdansk., sondern auch in der Umgebung gibt es Historie zum Anfassen. Wir besuchten die größte Burg der Welt, die Marienburg. Ich erwartete eine graue, grobgebaute Ritterburg und wurde eines besseren belehrt. Die Marienburg ist eine riesige, aus Ziegelsteinen bestehende Burg, die einen ins Staunen versezt. Unsere Führung (die sehr gut im product placement für die Burgsouvenirs war) scheuchte uns durch alle möglichen Gänge und Räume, aber wer nicht durch die eindruckvolle Architektur wach blieb, blieb es wenigstens durch die Hetze. Die Zeit verflog im Nu und das galt nicht nur für die Führung durch die berühmte Marienburg, sondern für die gesamte Zeit in Gdansk.
Mit diesen Erinnerungen im Gepäck lässt sich jedoch die knapp achtstündige Heimfahrt weitaus besser ertragen als die Hinfahrt, die sich allerdings wirklich lohnt. Ich für meinen Teil kann an dieser Stelle sagen: Tschüß Gdansk. - und bis bald!

Christina Schneider

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Klassenfahrt nach Danzig

Sobieszewo Insel 24.04 bis 29.04.2005
Gabriele von Bülow Oberschule
Tile Brügge Weg 63
13509 Berlin
Klasse 9d
Diashow

Die Reise nach Polen hat am Sonntag angefangen. Der Treffpunkt war vor der Schule, alle waren früher als abgesprochen da. Auch einige Eltern sind mitgekommen. Als alle in den Bus eingestiegen waren und die riesige Gepäcke in den Kofferraum verstaut wurden, sind wir losgefahren. Da die Fahrt lange dauerte, haben wir zwei längere Pausen gemacht, davon eine beim polnischen McDonald. Am Abend haben wir unseres Hotel auf der Sobieszewo Insel erreicht. Nachdem sich alle in ihren Zimmern eingerichtet haben gab es Abendessen. Danach sind wir noch zum Strand Spazieren gegangen . Wir sind abends, voller neuer Eindrücke erschöpft eingeschlafen.

Am nächsten Tag waren wir schon um 9(!) Uhr mit unserem Stadtführer in Danzig verabredet. Es hat sich gelohnt so früh aufzustehen: die Straßen waren leer und wir konnten ungestört diese beeindrückende Stadt bewundern. Die Führung hat mit einigen insgesamt Pausen 4 Stunden gedauert. Es war sehr Interessant dem "alten" Danziger Herrn Jerzy zu zuhören. Danach sind mit unserem Bus nach Westerplatte gefahren und dann mit einem Dampfer zurück nach Danzig, wo wir noch Zeit zur Selbstgestaltung hatten und sind danach zurück zum Hotel gefahren. Um 18 Uhr gab es ein leckeres Abendessen und ein Spaziergang beim Sonnenuntergang, den wir seitdem jeden Tag gemacht haben. Wir hatten Glück: das Wetter war sehr schön, obwohl, der Jahreszeit entsprechend, relativ kühl aber sonnig und es ist auch über die restlichen Tage so schön geblieben.

Am Dienstag sind wir nach Marienburg gefahren. Dort hatten wir eine sehr interessante Führung bekommen. Die Burg ist riesig und sehr beeindrückend. Als Hauptsitz des deutschen Kreutzritterordens wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder hergerichtet und wird als Museum zur Besichtigung gestellt. Den Abend haben wir am Lagerfeuer verbracht. Wir haben gegrillt und Fußball gespielt Eindrucke des Tages ausgetauscht.

Am Mittwoch haben wir Kathedrale zu Oliwa besichtigt und einen Spaziergang durch den Park gemacht. Danach sind wir nach Sopot/Zoppot gefahren. Dort haben wir bei dem berühmten Grand Hotel vorbei geschaut und hatten Zeit zum freien Bummeln. Von Sopot sind wir nach Gynia/Gdingen gefahren. Dort haben wir den Museumsschiff "Dar Pomorza" besichtigt. Am vorletzten Tag haben wir den ehemaligen Konzentrationslager in Stutowo/Stutthoff besichtigt und den Nachmittag in Danzig verbracht. Nach dem Abendessen und dem letzten gemeinsamen Spaziergang auf dieser Reise wurde für uns im unserem Hotel eine Disco organisiert, die gleichzeitig Geburtstagfeier von Cem war. Am Freitag haben wir unsere Koffer gepackt, Zimmer aufgeräumt und sind nach Berlin gefahren. Als wir nach langer Fahrt angekommen sind, haben schon unsere Eltern vor der Schule auf uns gewartet. Alle haben sich verabschiedet und sind voller Eidrucke nach Hause gefahren.


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Abschlussfahrt an die polnische Ostsee - Swinoujscie

Swinoujscie/Swinemünde 23.05 bis 27.05.2005
Tesla Oberschule
Rudi-Arndt-Str. 18
10407 Berlin
Klasse 10b

Klasse 10b Rückdelta von Swina Türkis See

Die Reise hat am Montag den 23 Mai begonnen. Wir sind mit einem Zug bis nach Stettin gefahren und dann weiter mit einem Reisebus. Swinoujscie erstreckt sich auf mehreren Inseln. Die größten von denen sind Uznam/Usedom und Wolin/Wollin und Krasibor/Kaseburg. Unsere Pension befand sich auf der Insel Uznam. Wir sind samt unserem Reisebus mit einer Fähre dorthin verfrachtet worden. Das Wetter spielte nicht wirklich mit, es regnete im Strömen, trotzdem hatten alle gute Laune. Nach der Zimmeraufteilung haben wir uns zur ersten Stadtbesichtigung und Strandspaziergang verabredet. Am Strand nieselte es, war neblig und angenehm leise. An diesen Abend war auch gemeinsames Kochen angesagt. Einige von uns waren Einkaufen andere freiwillige haben in der Zeit gekocht. Am Ende ist ist nur die Lehrerin Frau Sabine am Herd geblieben und beim Aufräumen blieb auch nur ein Vater Herr Wilfried, unserer zweite Begleiter, bis zum Ende tätig. Der Tag nährte langsam dem Ende zu aber bis alle eingeschlafen waren, vergingen noch viele Stunden.

Am nächsten Morgen um 9.30 haben wir gefrühstückt. An diesen Tag schien die Sonne und der Himmel war richtig blau. Einige von uns sind zum Strand gegangen, manche haben Tennis gespielt, die anderen sind bummeln gegangen. Am Abend haben wir wieder gemeinsam gekocht und gegessen. Danach wurden wir in den Speiseraum zum Improvisationstheater eingeladen. Manche aus der Klasse sind in einer Theatergruppe die Frau Sabine führt. Die Improvisationen waren Lustig und es machte Spaß zu zuschauen. Es ist spät geworden. Diejenigen die immer noch kein Schlaf finden konnten, haben einen Spaziergang zum Strand gemacht. Es war warm, die Ostsee war Ruhig. Um 4 Uhr morgens haben aber alle schon geschlafen.

Am 3. Tag nach dem Frühstück, hatten wir Zeit zur selbst Gestaltung. Das Wetter war schön sonnig und warm. Ein Teil der Gruppe hat ein Spaziergang zum Wiatrak"/Windmühle gemacht. Die Windmühle ist ein Navigationszeichen für die Schiffe, liegt auf dem westlichen Wellenbrecher. Ein toller Ziel für Spaziergänger und die beste Stelle in Swinoujscie zum Bewundern des Sonnenuntergangs. Andere haben eine Fahrradtour zur Engelsburg und zum Westfort unternommen. Die jenigen die sich nicht entscheiden konnten, haben sich auf einem Liegestuhl vor unserer Pension gemütlich gemacht. Um 17 Uhr sind wir zu einem Restaurant zum Mittagessen gegangen. Es wurde eine polnische Suppe Zurek und zum Hauptgang leckere früh Kartoffeln mit Hänschenbrust und Gemüse serviert.

Am 4. Tag nach dem Frühstück sind wir in den Wollin National Park gefahren. Wir sind zum Aufsichtspunkt "Zielonka" gewandert. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf das Rückdelta von Swina bekommen. Danach ging es weiter zum türkisen See. Der See ist infolge einer Überschwemmung der Kreidegrube entstandrn und verdankt seinen Namen der ungewöhnlicher türkisgrünen Farbe. Wir haben auch eine uralte ca. 600 Jahre alte Eiche bewundert. Danach sind wir weiter nach Miedzyzdroje/Misdroy -einem beliebten polnischen Kurort gefahren. Am Abend haben wir gegrillt.

Am letzten Tag, nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt, Zimmer aufgeräumt und mehrere Abschiedfotos geschossen. Wir sind wieder mit dem Bus nach Stettin und dann weiter mit dem Zug nach Berlin gefahren. Nach 22 Uhr sind wir glücklich in Berlin Ostbahnhof angekommen. Uns bleiben schöne Erinnerungen und Fotos. Wir wollen wieder dort hin!


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