Berichte von Reisen, Klassenfahrten, Gruppenreisen nach Polen
Reise nach Krakau des Marie-Curie-Gymnasiums
Ludwigsfelde
Reise nach Polen der Verwaltungsakademie Berlin
Reise nach Krakau des Paderborner Schützenvereines
Krakau…eine Entdeckungsreise 2007
Polenreise der 10FL der Herschelschule Hannover
2006
Klassenfahrt nach Danzig 2006
Klassenfart nach Danzig 2005
Abschlussfahrt nach Polen, Swinoujscie 2005
Abschlußfahrt Krakau 2008
Denkwürdige und außergewöhnliche Reise nach
Krakau
132 Stunden hintereinander gemeinsam im Kursverband zu verbringen,
ist für Lehrer und Schüler etwas ganz Besonderes. Zumal
es für den Leistungskurs Geschichte des Marie-Curie-Gymnasiums
Ludwigsfelde pro Woche höchstens 5 Stunden Unterricht pro
Woche sind.
Nichtsdestotrotz machten sich 20 Schüler und drei Betreuer
kurz vor den Ferien auf, die Universitätsstadt Krakau zu
erkunden und, als geschichtlicher Aspekt, auch die Gedenkstätte
Auschwitz zu besuchen. Für eine Woche residierten der Kursverband
13/5 und die Betreuer in der Pension „Patria“ in der
Nähe der Krakauer Altstadt.
Überrascht waren wir vom wahnsinnig guten Deutsch unserer
Stadtführerin, die damit viele hintergründige Geschichten
zu den Gebäuden und Kirchen in Krakau zu erzählen wusste.
Wer hätte gedacht, dass es in Krakau 7 erhaltene Synagogen
gibt? Wer, dass in der Universität zu Krakau viel goldener
Schmuck und sogar ein Oscar ausgestellt ist? Oder gar, dass die
Tauben auf dem Marktplatz der Altstadt einer Sage zufolge ehedem
Ritter waren?!
Wir erfuhren in jedem Falle Wichtiges und Interessantes am Rande
über die Burg Wawel, das Jüdische Viertel und Nowa Huta,
die neuen industriell markanten Gebiete Krakaus.
Am Mittwoch verließen wir das Terrain der drittgrößten
Stadt Polens und begaben uns auf sehr sensibles Gebiet. Es galt,
sich mit der Vergangenheit deutsch-polnischer Beziehungen auseinanderzusetzen
durch eine Begegnung mit der Gedenkstätte des Konzentrationslagers
Auschwitz sowie des Außenlagers Birkenau. Es war etwas anderes,
die erschütternden Bilder von Häftlingen und ihren deutschen
Wärtern in den Ausstellungen selbst zu betrachten, als wenn
man es durch Berichte oder Fernsehsendungen erfahren hätte
und hat. „Viel zu spät und viel zu früh zum Weinen“;
an dieses Zitat mochte sich mancher erinnern beim Anblick verbliebener
Gebetsteppiche, Brillen, Koffer und Haare jüdischer Insassen.
Die Zahl von einer Million gelassener Menschenleben verbat es,
letzte Zweifel am historischen Tatbestand zu hegen. Auschwitz
und Birkenau werden der ernste, gedenkende Teil unserer Reise
bleiben.
Nicht jeder Teilnehmer einer Kurs- oder Klassenfahrt kann hinterher
behaupten, auf seiner Reise viel Spaß, sehr viel nachgedacht
und noch mehr erlebt zu haben. Krakau jedoch war die beste Reise,
die wir jemals hatten und um die uns mancher Jahrgangsgenosse
beneidet haben dürfte. Wir hatten eine wundervolle Abschlussfahrt
dafür. Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Reiseleiterin
Beata bedanken, die sich aufopferungsvoll um uns gekümmert
hat. Sie wohnte jedem unserer Ausflüge bei, organisierte
mit Geschick und Umsicht unsere Fahrt und dolmetschte da, wo es
oft für unsere Sprachkenntnisse nicht mehr möglich war.
Da sie auch einen von uns zum Zahnarzt begleitete, empfiehlt sich
Beata Kiernazyckas Reiseveranstaltungsbüro als gut durchstrukturiertes
und liebevolles Management für Reisen ins Nachbarland!!
Thilo Götze, i.A. des LK Geschichte des Gymnasiums
Gedenkstättenfahrt 2008
Krakau – Oppeln – Breslau
23.06 – 27.06.2008
Die
Verwaltungsakademie Berlin veranstaltet jedes Jahr eine Bildungs-
und Gedenkstättenfahrt für junge Auszubildende des Landes
Berlin. Dieses Jahr sollte es nach Krakau, Oppeln und Breslau
gehen.
Nach einer achtstündigen Busfahrt ist unsere Auszubildendengruppe
mit ihren Betreuern endlich am ersten Reiseziel Krakau angekommen.
Wir bezogen unsere Hotelzimmer und begannen mit einem kleinen
Stadtrundgang, um die Stadt Krakau kennen zu lernen.
Wir haben viel Wissenswertes über die Geschichte und die
Bauten von Krakau erfahren.
Die Führung begann mit einer Besichtigung des Wawelhügels,
wo wir einen schönen Ausblick auf die Straßen von Krakau
hatten. Nach einem Rundgang ging es weiter zum Marktplatz. Der
wunderschön umgeben von alten Häusern mit bemerkenswerten
Fassaden ist. Einen besonderen Reiz des Platzes haben die Tuchhallen
mit ihren Geschäften unter den Arkaden. Gegenüber dieser
erblickt man die Marienkirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen.
Um die Entstehung dieser unterschiedlich hohen Türme rankt
sich eine Legende. Die besagt, dass die Türme von zwei Brüdern
gebaut worden sein sollen, unter denen es eine Blutsfehde gab.
Am darauffolgenden Tag machten wir uns auf in das jüdische
Viertel Kazimierz. Dort besichtigten wir die älteste Synagoge
sowie eine Synagoge mit Friedhof und erfuhren vieles über
das jüdische Leben in Krakau, vor allem zur Geschichte.
Am Mittwoch begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit
des Völkermordes und besuchten die Gedenkstätte Auschwitz.
Dem Ort des größten Menschenvernichtungslagers in der
Zeit des Nationalsozialismus.
Man wurde brutal mit dem damaligen Geschehen konfrontiert, verstand
was die Menschen aus den Lagern für schreckliche Situationen
ertragen mußten, wie ihnen zumute war. Eine bedrückende
Stimmung, das begangene Grauen nahm Gestalt an und wurde greifbar.
Einige Kilometer von Auschwitz entfernt, befindet sich Birkenau.
Hier wurde es besonders deutlich, welche Höllenqualen die
Menschen durchlebten. Der große Einfahrtsbogen bot den Zügen
die Gelegenheit bis ins Lager zu fahren für die Selektion,
überall Stacheldrahtzäune, Baracken, einzeln stehende
Schornsteine und weit hinten auf dem Gelände die Ruinen der
Krematorien. Kaum vorstellbar, daß Tausende hier ihr Leben
ließen.
Beide Lager gewährten Zeit zum Nachdenken, zur Trauer und
Fassungslosigkeit über die grausamen Taten, die dort stattfanden.
Den prägenden Tag ließen wir mit einem jüdischen
Abendessen und einem Klezmer Konzert ausklingen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Oppeln. Diese Stadt
ist Zentrum eines Gebiets der Deutschen Minderheit. In einem Gespräch
erfuhren wir von Mitgliedern, dass diese heute die größte
Minderheit in Polen sind.
Nach einer kleinen Stadtbesichtigung ging es weiter nach Breslau.
Breslau liegt südlich an der Einmündung der Oder. Geprägt
von einer wechselvollen Geschichte, war es Schauplatz vieler kriegerischer
Auseinandersetzungen und Machtkämpfe.
Eine Führung durch die Stadt zeigte uns, dass die Stadt zwischen
vielen Nebenflüssen und Kanälen liegt. Sie ist einzigartig
durch ihre 112 Brücken auf 12 Inseln verbunden. Aufgrund
dieser sie auch als klein Venedig Polens bezeichnet wird.
Am Abend konnten wir das kulturelle Angebot von unterschiedlichsten
Unterhaltungsmöglichkeiten in Breslau wahrnehmen.
An unserem letzten Reisetag nutzen wir noch einmal die Einkaufsmöglichkeiten
in der Stadt, verschossen die letzten Fotos und machten uns dann
auf den Heimweg.
Wir nahmen viel Wissenswertes von dieser Reise mit und bedanken
uns in diesem Sinne bei unserer Reisebegleiterin, die uns zudem
viele spontane Dinge auf dieser Reise ermöglichte.
Paderborner Schützenverein zu Besuch bei den Krakauer Schützenbrüder
Abschrift aus der "Kämper Depeche" Nr.32 vom
Dezember 2007
I m letzten Jahr war auf Grund der besonderen Bedeutung des 175iährigen
Jubiläumsfestes des PBSV auf eine solche Fahrt verzichtet
worden. Inspiriert durch die tollen Erfahrungen in Prag gab es
im Laufe der zwei Jahren oft und häufig Diskussionen über
ein weiteres attraktives Ziel. Nach solchen geselligen Diskussionen
auch über den Mythos der Krakauer Wurst, entschied man sich
für eine Fahrt nach Krakau, ein Vorschlag, der schon damals
in Prag die Runde machte.
Federführender Organisator war, wie schon früher, Sergeant
Andreas Lukei, der sich durch besondere organisatorische Talente
und als Quelle immerwährender Highlights ausgezeichnet hatte.
Ganz alleine war er nicht, denn nach den ersten Recherchen hatte
er eine talentierte Verbindungsfrau an seiner Seite: Frau Beata
Kiernazycka vom Internetreisebüro in Berlin, ihr gilt an
dieser Stelle ebenfalls besonderer Dank.
Die Schützenbrüder trafen sich am Nachmittag des 30.8.2007
am Paderborner Hauptbahnhof (bei einigen schon nach getaner Arbeit)
um 14:OO Uhr. Von hieraus ging es zum Dortmunder Flughafen um
mit einer günstigen Fluglinie, die wir hier aus Anonymisierungsgründen
„E.-Jet" nennen wollen Richtung Krakau.
Nach erfolgreicher Landung war die erste grobe Hürde zu
nehmen, nämlich die Sprachbarriere. Da die Reisebegleitung
an einem anderen entfernteren zentralen Standort des Flughafens
auf die Schützenbrüder wartete, mussten wir uns mit
Händen und Füßen und einigen Brocken Englisch
helfen, um Kontakt herzustellen. Die polnischen Worte Pivo und
Kruppnic stellvertretend für „Bier" und "Honig-Vodka"
halfen an dieser Stelle deutlich nicht weiter. Nach diesen, anfänglichen
Koordinationsproblemen, die schnell beseitigt waren, vereinigte
sich die Gruppe und man bezog die Pension "Bumrufchek"
in der Poselska-Gasse unmittelbar in der Innenstadt von Krakau.
Die Pension zeichnete sich durch ein schlichtes lnterior und eine
saubere Atmosphäre aus, auch das Frühstück war
von einer unbestechlichen Qualität.
Schon im frühen Vorfeld der Fahrt wurde mit dem Krakauer
Schützenverein durch den federführenden Organisator
Kontakt aufgenommen, die Sprachbarriere durchbrach er mit Hilfe
des Berliner Reisebüros. Man organisierte ein Treffen, das
sich im schützenbrüderlichen Zusammenhalt auf zwei Tage
ausdehnte. Parallel zur Organisation des Treffens mussten Fotos
der Uniformen und Orden und Ehrenabzeichen dem Zoll zugesandt
werden, damit es hier zu keinerlei Schwierigkeiten kommen konnte.
Wir wurden vom Krakauer Schützenverein mit offenen Armen
und der Krakauerpresse am Freitagmittag um Punkt 12 Uhr empfangen.
Es empfing uns die Spitze des Krakauer Schützenvereins Bractwo
Kurkowe in Form der zwei Marschalls und ihres Präsidenten
Zdzistaw Grzelka.
Der Krakauer Schützenverein ist vor 750 Jahren gegründet
worden, seine Anfänge sind mit der Stadtlokalisierung nach
dem Magdeburger Recht verbunden die Stadt vor Angreifern zu schützen.
Der Krakauer Schützenbruderschaft gehören heute 178
Personen an, in Ergänzung 20 Ehrenbrüder, hier zu nennen
sind der verstorbene Papst, Seine Heiligkeit Johannes Paul II,
ebenso wie US-Präsident Georg W. Bush, um nur einige -freilich
unterschiedlicher Qualität- zu erwähnen.
W i r besuchten das schützeneigene Museum und anschließend
hörten wir einen Vortrag im historischen Vereinsheim, dort
überreichten wir das Bild des Paderborner Kupferstichs und
das Buch über die Paderborner Schützengeschichte. Im
Gegenzug erhielten wir ein Buch über die Krakauer Schützengeschichte
und einen besonderen Freundschaftsorden aus dem Jubiläumsjahr
des Krakauer Schützenvereins.
W
i r verabredeten uns mit den Schützenbrüdern für
den darauf folgenden Tag um 8:30 Uhr, um die Stadt nochmal mit
deren Augen betrachten zu können. Auf dem Rückweg zum
Hotel trafen wir rein
zu f ä l l i g das Spielmannschor der Salzbergwerks Wielicka,
das wir planmäßig am übernächsten Tag besuchen
wollten, hier wurden schon die ersten Bande geknüpft, doch
hierzu später mehr. Den Abend ließen wir in unserer
üblichen urtümlichen Geselligkeit ausklingen.
W i e schon erwähnt, wurden wir durch den Präsidenten
Zdzistaw Grzelka vom Hotel abgeholt. Wir besuchten einen landestypischen
Open-air-Antiquitäten Markt, im Europa Hotel nahmen wir Kaffee
und „Krupnic"zu uns, wir wurden eingeladen durch den
Hoteleigentümer, der auch Mitglied des Krakauer Schützenvereins
ist. Wir verließen das Hotel und schlenderten noch durch
die Krakauer Altstadt, wo wir die verschiedensten Sehenswürdigkeiten,
wie zum Beispiel die Marienkirche oder den altehrwürdigen
Rynek-Marktplatz besichtigten. Nach einem erfolgreichen und erfüllenden
Tag gingen wir zurück in unser Hotel, um Kräfte zu sammeln
für den Besuch des Salzbergwerks bei Wielicka, das 10km südöstlich
von Krakau ist.
D i e s e s Salzbergwerk ist durch die Unesco zum Weltkulturerbe
ernannt worden. Heute wird das Salzbergwerk, das von einem Schützenbruder
des Krakauer Schützenvereins geführt wird von ca. 1
Millionen Besucher jährlich besichtigt. Eine der Besonderheiten
ist die Kapelle unter Tage und ein dran angrenzendes Museum, das
zeigt, wie die Abläufe unter Tage von statten gingen und
wie die Tiere dort unten gehalten worden sind. Am späten
Sonntagnachmittag sammelten wir uns wieder im Hotel, packten unsere
Sachen und bewegten uns in den Abendstunden noch einmal in die
Altstadt, wo wir ein Abschluss-Abendessen zu uns nahmen und die
bis dahin gelebten Eindrücke Revue passieren ließen.
Krakau…eine Entdeckungsreise
Nach langer Busfahrt war unser Kurs endlich am Ziel. Krakau.
Wir begannen mit einer Stadtführung, die uns Krakau näher brachte.Der
erste Teil der Führung führte uns in das jüdische Viertel Kazimierz.
Dort besichtigten wir eine Synagoge mit Friedhof und erfuhren
vieles über das jüdische Leben in Krakau, vor allem zur Geschichte.
Weiter ging es dann zum Marktplatz. Der Marktplatz ist wunderschön.
Alte Häuser mit bemerkenswerten Fassaden geben diesem Platz seinen
besonderen Reiz. In der Mitte befinden sich die Tuchhallen mit
den Geschäften unter den Arkaden. In der Nähe erblickt man die
Marienkirche mit den zwei unterschiedlichen Türmen. An der St.-Anna-Kirche
vorbei schlendert man zur Wawel- Anhöhe, die wir am Dienstag,
nach einem Besuch in der Universität auch besichtigten. Der Wawel,
ein Schlossberg mit den interessantesten Bauten der Stadt, ist
ein Highlight Krakaus. So findet man hier die dreischiffige Kathedrale,
in der viele Monarchen gekrönt und viele bekannte Persönlichkeiten
beigesetzt wurden. Auch Krakau bei Nacht ist sehenswert, da dann
die schönsten Gebäude angestrahlt werden.
Tags darauf begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit
und fuhren nach Auschwitz- Ort des größten Menschenvernichtungslagers
während des deutschen Nationalsozialismus. Selten zuvor war ich
emotional so betroffen, unfähig, das Gezeigte zu verstehen. Viele
Kommentare hatte ich über dieses KZ gelesen, aber kein Artikel,
keine Fernsehsendung hat mich derart brutal mit dem Geschehen
konfrontiert. Es war nicht das erste Konzentrationslager, das
ich betrat - doch trotzdem leiß mich der Gang durch das Tor mit
der Aufschrift "Arbeit macht frei" nicht kalt. Viele zuvor gesehene
Berichte und Bilder blitzten mir durch den Kopf. Vieles hatte
man schon gesehen - auf Bildern. Hier stand man jedoch davor,
mittendrin und sieht in einem verglasten Raum... ausschließlich
eine nicht abschätzbare Anzahl an Brillen. Oder einen Raum voller
Schuhe. Oder die Halle mit menschlichen Haaren. Man kam eigentlich
nicht umhin, sich voArzustellen, von was für Menschen diese Haare
stammen, was für Situationen sie durchmachten, wie ihnen zumute
war, als ihnen die Haare geschoren wurden. Es schnürte einem die
Kehle zu. Block 11 - der Todesblock. Äußerlich unterschied er
sich in keiner Weise von den anderen. Und doch war er gefürchtet–
Tausende Leben wurden dort an der "Todeswand" beendet. Das Grauen
wurde greifbar… Drei Kilometer vor den Toren von Auschwitz entfernt,
befindet sich Birkenau. Wie ein Schock wirkte dieser Anblick auf
mich. Der große Einfahrtsbogen bot den ankommenden Zügen genug
Platz, mitten in das Lager hinein zu fahren. Nun stand ich davor.
Und doch: mit dem Wissen des hier Vorgefallenen konnte ich Beklemmungen
nicht ignorieren. All das, was ich aus Schulzeiten, aus Filmen,
Dokumentationen, aus Büchern und Zeitschriften über Konzentrationslager
so im Sinn hatte - hier lag es plötzlich vor mir: die Baracken,
die Stacheldrahtzäune, die Zuggleise an denen gleich die erste
"Selektion" stattfand und weit hinten die Ruinen der Krematorien.
Plötzlich waren diese Bilder greifbare Realität. Die Bilder vor
meinen Augen vermischten sich mit denen in meinem Kopf, alles
scheint plötzlich voller Baracken und geschundenen Menschen. Millionenfache
Höllenqualen, millionenfache Todesangst - hier ist dies zu Hause.
Dennoch gewährte Auschwitz/Birkenau auch Zeit zum Nachdenken,
Zeit für Gefühle. Denn es rührt mich zu Tränen. Trauer und Fassungslosigkeit
über die Grausamkeiten bedrückten mich - ich konnte sie fast mit
Händen greifen, die Last der Verantwortung, die wir tragen. Verantwortung
dafür, ähnliches nie wieder passieren zu lassen. Verantwortung
dafür, dieses Geschehene nicht zu vergessen.
Am nächsten Tag besichtigten wir eine kleine Ausstellung in Krakau,
die uns noch einmal in Bildern die Geschichte Krakaus näher brachte.
Am letzten Tag fuhren wir wieder heim, allerdings besuchten wir
noch Kreisau. Wir absolvierten die Führung über das Gutsgelände
mit Ausstellung und lernten die Geschichte der Begegnungsstätte
kennen, sowie die AGeschichte des Kreisauer Kreises. In diesem
Sinne vielen Dank an unseren Reisebegleiter, der uns mit Rat und
Tat zur Seite stand, den Menschen, die uns in Krakau und Kreisau
führten und auch all denen, die uns diese schöne, aber auch prägende
Kursfahrt ermöglichten.
Silke Krause
Polenreise der Herschelschule
Hannover
Endlich, es war soweit:
Es war der 24.09.2006 und wir, die Klasse 10FL der Herschelschule
Hannover, waren am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr auf dem Weg nach
Polen.
Nach einer ca. 12 Stunden langen Busfahrt kamen wir am "Hotel
Ferie" an. Uns wurden die Zimmer zugewiesen, wir stellten
unsere Sachen ab und stärkten uns für den nächsten Tag.
Montag: Die Führung durch die Altstadt stand auf dem Plan. Wir
besichtigten unter anderem das jüdische 
Viertel
"Kazimierz" (u. a. die Synagoge und den jüdische Friedhof
Remuh), die Tuchhallen und die Marienkirche mit dem größten Krakauer
Schatz, dem Veit-Stoß-Altar. Nach der Führung konnten wir uns
noch bis ca. 16:00 Uhr in der Altstadt aufhalten, dann ging es
wieder zurück ins Hotel. Der Tag ging schnell vorbei und der nächste
stand schon wieder vor der Tür.
Dienstag: Ein ungewöhnlicher Tag für uns, denn wir besichtigten
das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, welches das größte
deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus
war. Wir haben dort viele erschreckende Dinge gesehen, die uns
aus vorher angesehenen Filmen schon bekannt waren, doch vor Ort
waren all diese Dinge noch bewegender und man konnte sich das
Schicksal dieser Menschen nur zu gut vorstellen, was uns alle
zum Nachdenken anregte ...
Mittwoch: Nachdem wir unsere bisherigen Erlebnisse verarbeitet
hatten, nahmen wir an einer Führung durch das Wawelschloss, der
ehemaligen Residenz der polnischen Könige in Krakau, und der Kathedrale
teil. Die Führung war sehr lang, dennoch interessant. Abends,
wieder im Hotel, waren wir alle ziemlich kaputt. Wir haben noch
auf unser Essen gewartet und dann sind auch so ziemlich alle in
ihren Zimmern verschwunden, nur ein paar nachtaktive Mitschüler
aus unserer Klasse waren nicht in ihren Zimmern zu halten und
haben Frau Rathe, unsere Klassenlehrerin, und Herrn Todzy, unsere
Begleitperson, auf Trapp gehalten ... ;-)
Donnerstag: Morgens, wieder um halb acht aufgestanden, machten
wir uns fertig für den Ausflug in das Salzbergwerk "Wieliczka".
Dort angekommen mussten wir noch kurz auf die Führung warten und
diese Zeit vertrieben wir uns, indem wir ein paar Souvenirs kaufen
gingen. Als wir dann alle mit ein paar Mitbringseln eingedeckt
waren, ging die Führung auch schon los ... zuerst mussten wir
mehrere 100 Stufen hinunterlaufen, um einige der insgesamt 2.000
Kammern besichtigen zu können. Die Tour führte durch Kapellen
und Ballsäle, vorbei an Skulpturen, Kronleuchtern und Altaren,
alles mit großem handwerklichen Geschick aus Salz geformt. Im
Hotel angekommen, ging es zu M1, einem riesigen Einkaufszentrum
in Krakau. Dort ist alles zu finden: von Essen und Trinken über
Elektrogeräte bis hin zu Kleidungsstücken und noch viel mehr.
Freitag, der letzte Tag vor unsrer Abreise, fand (noch kurzfristig
eingeschoben) eine Tour durch den Arbeiterstadtteil Nowa Huta
statt. Dort sahen wir z. B. die neumoderne Nowa Huta Kirche, welche
1977 erbaut wurde. Am Nachmittag wieder im Hotel angekommen, konnten
wir unsere verbliebene Zeit gestalten, wie wir wollten. Da wir
am nächsten Tag wieder Abreisen mussten, haben einige Schüler
schon angefangen, ihre Koffer zu packen, und sahen zu, dass sie
die Zimmer so verließen, wie sie sie vorgefunden hatten.
Letztendlich können wir sicher im Namen der ganzen Klasse sagen,
dass wir diese Klassenfahrt nach Polen alle sehr lustig fanden,
aber an manchen Punkten auch durchaus zum Nachdenken angeregt
wurden! Auf der Rückfahrt war es dann verdächtig ruhig, was auch
dafür spricht, dass es eine gelungene Fahrt war! Wir mussten alle
viel Schlaf nachholen ...
Zum Schluss noch einmal einen ganz besonderen Dank an Frau Rathe
und Herrn Todzy! Wir danken Ihnen, dass sie es mit uns ausgehalten
haben und wir hoffen, auch Ihnen bleibt diese Fahrt in guter Erinnerung!
Die Klasse 10FL sagt Danke!
Sandra und Simone
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Klassenfahrt nach Danzig, Marienburg, Zopott
17.06.bis 22.06.2006
Luise-Henriette-Oberschule(Gymnasium)
Germaniastr. 4-6
12099 Berlin
Klasse 11d
Czesc! Das ist einer der ersten Worte, die man als Polenbesucher
kennen lernt. Wir, eine elfte Klasse von einem Berliner Gymnasium,
besuchten Danzig, polnisch Gdansk.
Romane hätte man füllen können mit den Schwärmereien über
Gdansker Altstadt. Nun wissen wir auch warum: die Altstadt ist
wirklich eindrucksvoll und schön, zudem ist sie eine Fußgängerzone
wie wir sie in Berlin nicht kennen. Bei uns zählt der Platz für
die Autos, in Gdansk zählt noch Historie, die man hier gut verfolgen
und erleben kann. Dank einer wunderbaren Führung durch die Gdansker
Innenstadt konnten wir auch einige amüsante Anekdoten hören, beispielsweise
eine Erklärung, warum um den Neptunbrunnen ein Zaun steht: eines
Tages soll hier Danziger Goldwasser statt Wasser geflossen sein...
Doch nicht nur in Gdansk., sondern auch in der Umgebung gibt es
Historie zum Anfassen. Wir besuchten die größte Burg der Welt,
die Marienburg. Ich erwartete eine graue, grobgebaute Ritterburg
und wurde eines besseren belehrt. Die Marienburg ist eine riesige,
aus Ziegelsteinen bestehende Burg, die einen ins Staunen versezt.
Unsere Führung (die sehr gut im product placement für die Burgsouvenirs
war) scheuchte uns durch alle möglichen Gänge und Räume, aber
wer nicht durch die eindruckvolle Architektur wach blieb, blieb
es wenigstens durch die Hetze. Die Zeit verflog im Nu und das
galt nicht nur für die Führung durch die berühmte Marienburg,
sondern für die gesamte Zeit in Gdansk.
Mit diesen Erinnerungen im Gepäck lässt sich jedoch die knapp
achtstündige Heimfahrt weitaus besser ertragen als die Hinfahrt,
die sich allerdings wirklich lohnt. Ich für meinen Teil kann an
dieser Stelle sagen: Tschüß Gdansk. - und bis bald!
Christina Schneider
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Klassenfahrt nach Danzig
Sobieszewo Insel 24.04 bis 29.04.2005
Gabriele von Bülow Oberschule
Tile Brügge Weg 63
13509 Berlin
Klasse 9d
Diashow
Die Reise nach Polen hat am Sonntag angefangen. Der Treffpunkt
war vor der Schule, alle waren früher als abgesprochen da. Auch
einige Eltern sind mitgekommen. Als alle in den Bus eingestiegen
waren und die riesige Gepäcke in den Kofferraum verstaut wurden,
sind wir losgefahren. Da die Fahrt lange dauerte, haben wir zwei
längere Pausen gemacht, davon eine beim polnischen McDonald. Am
Abend haben wir unseres Hotel auf der Sobieszewo Insel erreicht.
Nachdem sich alle in ihren Zimmern eingerichtet haben gab es Abendessen.
Danach sind wir noch zum Strand Spazieren gegangen . Wir sind
abends, voller neuer Eindrücke erschöpft eingeschlafen.
Am nächsten Tag waren wir schon um 9(!) Uhr mit unserem Stadtführer
in Danzig verabredet. Es hat sich gelohnt so früh aufzustehen:
die Straßen waren leer und wir konnten ungestört diese beeindrückende
Stadt bewundern. Die Führung hat mit einigen insgesamt Pausen
4 Stunden gedauert. Es war sehr Interessant dem "alten" Danziger
Herrn Jerzy zu zuhören. Danach sind mit unserem Bus nach Westerplatte
gefahren und dann mit einem Dampfer zurück nach Danzig, wo wir
noch Zeit zur Selbstgestaltung hatten und sind danach zurück zum
Hotel gefahren. Um 18 Uhr gab es ein leckeres Abendessen und ein
Spaziergang beim Sonnenuntergang, den wir seitdem jeden Tag gemacht
haben. Wir hatten Glück: das Wetter war sehr schön, obwohl, der
Jahreszeit entsprechend, relativ kühl aber sonnig und es ist auch
über die restlichen Tage so schön geblieben.
Am Dienstag sind wir nach Marienburg gefahren. Dort hatten wir
eine sehr interessante Führung bekommen. Die Burg ist riesig und
sehr beeindrückend. Als Hauptsitz des deutschen Kreutzritterordens
wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder hergerichtet und wird
als Museum zur Besichtigung gestellt. Den Abend haben wir am Lagerfeuer
verbracht. Wir haben gegrillt und Fußball gespielt Eindrucke des
Tages ausgetauscht.
Am Mittwoch haben wir Kathedrale zu Oliwa besichtigt und einen
Spaziergang durch den Park gemacht. Danach sind wir nach Sopot/Zoppot
gefahren. Dort haben wir bei dem berühmten Grand Hotel vorbei
geschaut und hatten Zeit zum freien Bummeln. Von Sopot sind wir
nach Gynia/Gdingen gefahren. Dort haben wir den Museumsschiff
"Dar Pomorza" besichtigt. Am vorletzten Tag haben wir den ehemaligen
Konzentrationslager in Stutowo/Stutthoff besichtigt und den Nachmittag
in Danzig verbracht. Nach dem Abendessen und dem letzten gemeinsamen
Spaziergang auf dieser Reise wurde für uns im unserem Hotel eine
Disco organisiert, die gleichzeitig Geburtstagfeier von Cem war.
Am Freitag haben wir unsere Koffer gepackt, Zimmer aufgeräumt
und sind nach Berlin gefahren. Als wir nach langer Fahrt angekommen
sind, haben schon unsere Eltern vor der Schule auf uns gewartet.
Alle haben sich verabschiedet und sind voller Eidrucke nach Hause
gefahren.
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Abschlussfahrt an die polnische Ostsee - Swinoujscie
Swinoujscie/Swinemünde 23.05 bis 27.05.2005
Tesla Oberschule
Rudi-Arndt-Str. 18
10407 Berlin
Klasse 10b
Die Reise hat am Montag den 23 Mai begonnen. Wir sind mit einem
Zug bis nach Stettin gefahren und dann weiter mit einem Reisebus.
Swinoujscie erstreckt sich auf mehreren Inseln. Die größten von
denen sind Uznam/Usedom und Wolin/Wollin und Krasibor/Kaseburg.
Unsere Pension befand sich auf der Insel Uznam. Wir sind samt
unserem Reisebus mit einer Fähre dorthin verfrachtet worden. Das
Wetter spielte nicht wirklich mit, es regnete im Strömen, trotzdem
hatten alle gute Laune. Nach der Zimmeraufteilung haben wir uns
zur ersten Stadtbesichtigung und Strandspaziergang verabredet.
Am Strand nieselte es, war neblig und angenehm leise. An diesen
Abend war auch gemeinsames Kochen angesagt. Einige von uns waren
Einkaufen andere freiwillige haben in der Zeit gekocht. Am Ende
ist ist nur die Lehrerin Frau Sabine am Herd geblieben und beim
Aufräumen blieb auch nur ein Vater Herr Wilfried, unserer zweite
Begleiter, bis zum Ende tätig. Der Tag nährte langsam dem Ende
zu aber bis alle eingeschlafen waren, vergingen noch viele Stunden.
Am nächsten Morgen um 9.30 haben wir gefrühstückt. An diesen
Tag schien die Sonne und der Himmel war richtig blau. Einige von
uns sind zum Strand gegangen, manche haben Tennis gespielt, die
anderen sind bummeln gegangen. Am Abend haben wir wieder gemeinsam
gekocht und gegessen. Danach wurden wir in den Speiseraum zum
Improvisationstheater eingeladen. Manche aus der Klasse sind in
einer Theatergruppe die Frau Sabine führt. Die Improvisationen
waren Lustig und es machte Spaß zu zuschauen. Es ist spät geworden.
Diejenigen die immer noch kein Schlaf finden konnten, haben einen
Spaziergang zum Strand gemacht. Es war warm, die Ostsee war Ruhig.
Um 4 Uhr morgens haben aber alle schon geschlafen.
Am 3. Tag nach dem Frühstück, hatten wir Zeit zur selbst Gestaltung.
Das Wetter war schön sonnig und warm. Ein Teil der Gruppe hat
ein Spaziergang zum Wiatrak"/Windmühle gemacht. Die Windmühle
ist ein Navigationszeichen für die Schiffe, liegt auf dem westlichen
Wellenbrecher. Ein toller Ziel für Spaziergänger und die beste
Stelle in Swinoujscie zum Bewundern des Sonnenuntergangs. Andere
haben eine Fahrradtour zur Engelsburg und zum Westfort unternommen.
Die jenigen die sich nicht entscheiden konnten, haben sich auf
einem Liegestuhl vor unserer Pension gemütlich gemacht. Um 17
Uhr sind wir zu einem Restaurant zum Mittagessen gegangen. Es
wurde eine polnische Suppe Zurek und zum Hauptgang leckere früh
Kartoffeln mit Hänschenbrust und Gemüse serviert.
Am 4. Tag nach dem Frühstück sind wir in den Wollin National
Park gefahren. Wir sind zum Aufsichtspunkt "Zielonka" gewandert.
Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf das Rückdelta von
Swina bekommen. Danach ging es weiter zum türkisen See. Der See
ist infolge einer Überschwemmung der Kreidegrube entstandrn und
verdankt seinen Namen der ungewöhnlicher türkisgrünen Farbe. Wir
haben auch eine uralte ca. 600 Jahre alte Eiche bewundert. Danach
sind wir weiter nach Miedzyzdroje/Misdroy -einem beliebten polnischen
Kurort gefahren. Am Abend haben wir gegrillt.
Am letzten Tag, nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt,
Zimmer aufgeräumt und mehrere Abschiedfotos geschossen. Wir sind
wieder mit dem Bus nach Stettin und dann weiter mit dem Zug nach
Berlin gefahren. Nach 22 Uhr sind wir glücklich in Berlin Ostbahnhof
angekommen. Uns bleiben schöne Erinnerungen und Fotos. Wir wollen
wieder dort hin!
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