Berichte von Reisen, Klassenfahrten, Gruppenreisen nach PolenReise nach Krakau des Paderborner Schützenvereines Krakau…eine Entdeckungsreise 2007 Polenreise der 10FL der Herschelschule Hannover 2006 Abschlussfahrt nach Polen, Swinoujscie 2005 Hoher Besuch bei den krakauer SchützenbrüderAbschrift aus der "Kämper Depeche" Nr.32 vom Dezember 2007I m letzten Jahr war auf Grund der besonderen Bedeutung des 175iährigen Jubiläumsfestes des PBSV auf eine solche Fahrt verzichtet worden. Inspiriert durch die tollen Erfahrungen in Prag gab es im Laufe der zwei Jahren oft und häufig Diskussionen über ein weiteres attraktives Ziel. Nach solchen geselligen Diskussionen auch über den Mythos der Krakauer Wurst, entschied man sich für eine Fahrt nach Krakau, ein Vorschlag, der schon damals in Prag die Runde machte. Federführender Organisator war, wie schon früher, Sergeant
Andreas Lukei, der sich durch besondere organisatorische Talente
und als Quelle immerwährender Highlights ausgezeichnet hatte.
Ganz alleine war er nicht, denn nach den ersten Recherchen hatte
er eine talentierte Verbindungsfrau an seiner Seite: Frau Beata
Kiernazycka vom Internetreisebüro in Berlin, ihr gilt an
dieser Stelle ebenfalls besonderer Dank. Nach erfolgreicher Landung war die erste grobe Hürde zu
nehmen, nämlich die Sprachbarriere. Da die Reisebegleitung
an einem anderen entfernteren zentralen Standort des Flughafens
auf die Schützenbrüder wartete, mussten wir uns mit
Händen und Füßen und einigen Brocken Englisch
helfen, um Kontakt herzustellen. Die polnischen Worte Pivo und
Kruppnic stellvertretend für „Bier" und "Honig-Vodka"
halfen an dieser Stelle deutlich nicht weiter. Nach diesen, anfänglichen
Koordinationsproblemen, die schnell beseitigt waren, vereinigte
sich die Gruppe und man bezog die Pension "Bumrufchek"
in der Poselska-Gasse unmittelbar in der Innenstadt von Krakau.
Die Pension zeichnete sich durch ein schlichtes lnterior und eine
saubere Atmosphäre aus, auch das Frühstück war
von einer unbestechlichen Qualität. W i r besuchten das schützeneigene Museum und anschließend
hörten wir einen Vortrag im historischen Vereinsheim, dort
überreichten wir das Bild des Paderborner Kupferstichs und
das Buch über die Paderborner Schützengeschichte. Im
Gegenzug erhielten wir ein Buch über die Krakauer Schützengeschichte
und einen besonderen Freundschaftsorden aus dem Jubiläumsjahr
des Krakauer Schützenvereins. Krakau…eine EntdeckungsreiseNach langer Busfahrt war unser Kurs endlich am Ziel. Krakau. Tags darauf begaben wir uns in die schreckliche Vergangenheit und fuhren nach Auschwitz- Ort des größten Menschenvernichtungslagers während des deutschen Nationalsozialismus. Selten zuvor war ich emotional so betroffen, unfähig, das Gezeigte zu verstehen. Viele Kommentare hatte ich über dieses KZ gelesen, aber kein Artikel, keine Fernsehsendung hat mich derart brutal mit dem Geschehen konfrontiert. Es war nicht das erste Konzentrationslager, das ich betrat - doch trotzdem leiß mich der Gang durch das Tor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei" nicht kalt. Viele zuvor gesehene Berichte und Bilder blitzten mir durch den Kopf. Vieles hatte man schon gesehen - auf Bildern. Hier stand man jedoch davor, mittendrin und sieht in einem verglasten Raum... ausschließlich eine nicht abschätzbare Anzahl an Brillen. Oder einen Raum voller Schuhe. Oder die Halle mit menschlichen Haaren. Man kam eigentlich nicht umhin, sich voArzustellen, von was für Menschen diese Haare stammen, was für Situationen sie durchmachten, wie ihnen zumute war, als ihnen die Haare geschoren wurden. Es schnürte einem die Kehle zu. Block 11 - der Todesblock. Äußerlich unterschied er sich in keiner Weise von den anderen. Und doch war er gefürchtet– Tausende Leben wurden dort an der "Todeswand" beendet. Das Grauen wurde greifbar… Drei Kilometer vor den Toren von Auschwitz entfernt, befindet sich Birkenau. Wie ein Schock wirkte dieser Anblick auf mich. Der große Einfahrtsbogen bot den ankommenden Zügen genug Platz, mitten in das Lager hinein zu fahren. Nun stand ich davor. Und doch: mit dem Wissen des hier Vorgefallenen konnte ich Beklemmungen nicht ignorieren. All das, was ich aus Schulzeiten, aus Filmen, Dokumentationen, aus Büchern und Zeitschriften über Konzentrationslager so im Sinn hatte - hier lag es plötzlich vor mir: die Baracken, die Stacheldrahtzäune, die Zuggleise an denen gleich die erste "Selektion" stattfand und weit hinten die Ruinen der Krematorien. Plötzlich waren diese Bilder greifbare Realität. Die Bilder vor meinen Augen vermischten sich mit denen in meinem Kopf, alles scheint plötzlich voller Baracken und geschundenen Menschen. Millionenfache Höllenqualen, millionenfache Todesangst - hier ist dies zu Hause. Dennoch gewährte Auschwitz/Birkenau auch Zeit zum Nachdenken, Zeit für Gefühle. Denn es rührt mich zu Tränen. Trauer und Fassungslosigkeit über die Grausamkeiten bedrückten mich - ich konnte sie fast mit Händen greifen, die Last der Verantwortung, die wir tragen. Verantwortung dafür, ähnliches nie wieder passieren zu lassen. Verantwortung dafür, dieses Geschehene nicht zu vergessen. Am nächsten Tag besichtigten wir eine kleine Ausstellung in Krakau, die uns noch einmal in Bildern die Geschichte Krakaus näher brachte. Am letzten Tag fuhren wir wieder heim, allerdings besuchten wir noch Kreisau. Wir absolvierten die Führung über das Gutsgelände mit Ausstellung und lernten die Geschichte der Begegnungsstätte kennen, sowie die AGeschichte des Kreisauer Kreises. In diesem Sinne vielen Dank an unseren Reisebegleiter, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand, den Menschen, die uns in Krakau und Kreisau führten und auch all denen, die uns diese schöne, aber auch prägende Kursfahrt ermöglichten. Silke Krause Polenreise der Herschelschule Hannover
Endlich, es war soweit: Nach einer ca. 12 Stunden langen Busfahrt kamen wir am "Hotel Ferie" an. Uns wurden die Zimmer zugewiesen, wir stellten unsere Sachen ab und stärkten uns für den nächsten Tag. Montag: Die Führung durch die Altstadt stand auf dem Plan. Wir
besichtigten unter anderem das jüdische Dienstag: Ein ungewöhnlicher Tag für uns, denn wir besichtigten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, welches das größte deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus war. Wir haben dort viele erschreckende Dinge gesehen, die uns aus vorher angesehenen Filmen schon bekannt waren, doch vor Ort waren all diese Dinge noch bewegender und man konnte sich das Schicksal dieser Menschen nur zu gut vorstellen, was uns alle zum Nachdenken anregte ... Mittwoch: Nachdem wir unsere bisherigen Erlebnisse verarbeitet hatten, nahmen wir an einer Führung durch das Wawelschloss, der ehemaligen Residenz der polnischen Könige in Krakau, und der Kathedrale teil. Die Führung war sehr lang, dennoch interessant. Abends, wieder im Hotel, waren wir alle ziemlich kaputt. Wir haben noch auf unser Essen gewartet und dann sind auch so ziemlich alle in ihren Zimmern verschwunden, nur ein paar nachtaktive Mitschüler aus unserer Klasse waren nicht in ihren Zimmern zu halten und haben Frau Rathe, unsere Klassenlehrerin, und Herrn Todzy, unsere Begleitperson, auf Trapp gehalten ... ;-) Donnerstag: Morgens, wieder um halb acht aufgestanden, machten wir uns fertig für den Ausflug in das Salzbergwerk "Wieliczka". Dort angekommen mussten wir noch kurz auf die Führung warten und diese Zeit vertrieben wir uns, indem wir ein paar Souvenirs kaufen gingen. Als wir dann alle mit ein paar Mitbringseln eingedeckt waren, ging die Führung auch schon los ... zuerst mussten wir mehrere 100 Stufen hinunterlaufen, um einige der insgesamt 2.000 Kammern besichtigen zu können. Die Tour führte durch Kapellen und Ballsäle, vorbei an Skulpturen, Kronleuchtern und Altaren, alles mit großem handwerklichen Geschick aus Salz geformt. Im Hotel angekommen, ging es zu M1, einem riesigen Einkaufszentrum in Krakau. Dort ist alles zu finden: von Essen und Trinken über Elektrogeräte bis hin zu Kleidungsstücken und noch viel mehr. Freitag, der letzte Tag vor unsrer Abreise, fand (noch kurzfristig eingeschoben) eine Tour durch den Arbeiterstadtteil Nowa Huta statt. Dort sahen wir z. B. die neumoderne Nowa Huta Kirche, welche 1977 erbaut wurde. Am Nachmittag wieder im Hotel angekommen, konnten wir unsere verbliebene Zeit gestalten, wie wir wollten. Da wir am nächsten Tag wieder Abreisen mussten, haben einige Schüler schon angefangen, ihre Koffer zu packen, und sahen zu, dass sie die Zimmer so verließen, wie sie sie vorgefunden hatten.
Zum Schluss noch einmal einen ganz besonderen Dank an Frau Rathe und Herrn Todzy! Wir danken Ihnen, dass sie es mit uns ausgehalten haben und wir hoffen, auch Ihnen bleibt diese Fahrt in guter Erinnerung! Die Klasse 10FL sagt Danke!
Klassenfahrt nach Danzig, Marienburg, Zopott17.06.bis 22.06.2006
Czesc! Das ist einer der ersten Worte, die man als Polenbesucher
kennen lernt. Wir, eine elfte Klasse von einem Berliner Gymnasium,
besuchten Danzig, polnisch Gdansk. Christina Schneider Klassenfahrt nach Danzig
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Die Reise hat am Montag den 23 Mai begonnen. Wir sind mit einem Zug bis nach Stettin gefahren und dann weiter mit einem Reisebus. Swinoujscie erstreckt sich auf mehreren Inseln. Die größten von denen sind Uznam/Usedom und Wolin/Wollin und Krasibor/Kaseburg. Unsere Pension befand sich auf der Insel Uznam. Wir sind samt unserem Reisebus mit einer Fähre dorthin verfrachtet worden. Das Wetter spielte nicht wirklich mit, es regnete im Strömen, trotzdem hatten alle gute Laune. Nach der Zimmeraufteilung haben wir uns zur ersten Stadtbesichtigung und Strandspaziergang verabredet. Am Strand nieselte es, war neblig und angenehm leise. An diesen Abend war auch gemeinsames Kochen angesagt. Einige von uns waren Einkaufen andere freiwillige haben in der Zeit gekocht. Am Ende ist ist nur die Lehrerin Frau Sabine am Herd geblieben und beim Aufräumen blieb auch nur ein Vater Herr Wilfried, unserer zweite Begleiter, bis zum Ende tätig. Der Tag nährte langsam dem Ende zu aber bis alle eingeschlafen waren, vergingen noch viele Stunden.
Am nächsten Morgen um 9.30 haben wir gefrühstückt. An diesen Tag schien die Sonne und der Himmel war richtig blau. Einige von uns sind zum Strand gegangen, manche haben Tennis gespielt, die anderen sind bummeln gegangen. Am Abend haben wir wieder gemeinsam gekocht und gegessen. Danach wurden wir in den Speiseraum zum Improvisationstheater eingeladen. Manche aus der Klasse sind in einer Theatergruppe die Frau Sabine führt. Die Improvisationen waren Lustig und es machte Spaß zu zuschauen. Es ist spät geworden. Diejenigen die immer noch kein Schlaf finden konnten, haben einen Spaziergang zum Strand gemacht. Es war warm, die Ostsee war Ruhig. Um 4 Uhr morgens haben aber alle schon geschlafen.
Am 3. Tag nach dem Frühstück, hatten wir Zeit zur selbst Gestaltung. Das Wetter war schön sonnig und warm. Ein Teil der Gruppe hat ein Spaziergang zum Wiatrak"/Windmühle gemacht. Die Windmühle ist ein Navigationszeichen für die Schiffe, liegt auf dem westlichen Wellenbrecher. Ein toller Ziel für Spaziergänger und die beste Stelle in Swinoujscie zum Bewundern des Sonnenuntergangs. Andere haben eine Fahrradtour zur Engelsburg und zum Westfort unternommen. Die jenigen die sich nicht entscheiden konnten, haben sich auf einem Liegestuhl vor unserer Pension gemütlich gemacht. Um 17 Uhr sind wir zu einem Restaurant zum Mittagessen gegangen. Es wurde eine polnische Suppe Zurek und zum Hauptgang leckere früh Kartoffeln mit Hänschenbrust und Gemüse serviert.
Am 4. Tag nach dem Frühstück sind wir in den Wollin National Park gefahren. Wir sind zum Aufsichtspunkt "Zielonka" gewandert. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf das Rückdelta von Swina bekommen. Danach ging es weiter zum türkisen See. Der See ist infolge einer Überschwemmung der Kreidegrube entstandrn und verdankt seinen Namen der ungewöhnlicher türkisgrünen Farbe. Wir haben auch eine uralte ca. 600 Jahre alte Eiche bewundert. Danach sind wir weiter nach Miedzyzdroje/Misdroy -einem beliebten polnischen Kurort gefahren. Am Abend haben wir gegrillt.
Am letzten Tag, nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt, Zimmer aufgeräumt und mehrere Abschiedfotos geschossen. Wir sind wieder mit dem Bus nach Stettin und dann weiter mit dem Zug nach Berlin gefahren. Nach 22 Uhr sind wir glücklich in Berlin Ostbahnhof angekommen. Uns bleiben schöne Erinnerungen und Fotos. Wir wollen wieder dort hin!